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Erlebnispädagogik

Unser Anliegen …

… sind in erster Linie die Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und ihre Entwicklung! Unsere Welt ist geprägt von Einseitigkeiten, Bewegungsarmut und Entfremdung von der Natur. Die Folgen davon erleben wir unmittelbar an unseren Kindern. Diese sind hohen Ansprüchen ausgesetzt und dürfen sich selten ihrem Alter gemäß und in ihrer natürlichen Umgebung entfalten. Um in dieser Zeit bestehen zu können, müssen sie schon sehr früh Leistung bringen und sich in unserer Gesellschaft behaupten. Es fehlt zunehmend der Raum für Kreativität und Spiel. Neben den vielen virtuellen Eindrücken brauchen wir sinnliche Erfahrungen aus der realen Welt, um gesund zu bleiben und uns zu entwickeln. Nur wenige Kinder haben noch die Möglichkeit, in der freien Natur spielend die Welt kennenzulernen und an ihr zu lernen. Ausreichende Bewegung ist für Kinder (und Erwachsene) dringend nötig, unter anderem, um die Willensbildung anzuregen, aber auch, um überhaupt nachhaltiges Lernen zu ermöglichen. Leistungssport in der Freizeit ersetzt oft die Entwicklung eines natürlichen Körpergefühls. Gruppendruck behindert das Entstehen eines Verbundenheitsgefühls mit den Mitmenschen. Selbstwert wird gemessen an Äußerlichkeiten und Nützlichkeitsdenken, innere und soziale Werte kommen zu kurz. Gegengewichte sind dringend notwendig. Der weiseste und beste Lehrer dafür ist die Natur!

Erlebnispädagogische Grundlagen

Eingebunden in eine Zeit von Abenteuer, Spiel und Sport werden Kinder und Jugendliche an Naturerlebnisse herangeführt, die sie tief innerlich berühren, das Staunen erwecken, unvergessliche Erlebnisse prägen und schlummernde Kräfte in ihnen wecken. Leben in der Natur, Bewegen im und auf dem Wasser, gemeinsames Segeln in Wind und Wetter führt natürlicherweise zum Entstehen von Toleranz und Verantwortlichkeit in der Gemeinschaft, zum Erleben des eigenen Ich und dem Selbstwert unabhängig von Äußerlichkeiten: „Unserer Gemeinschaft geht es umso bessert, je mehr wir füreinander tun!“ Dies ist das Grundkonzept in allen unseren Angeboten. Wesentlich für uns bleibt das Kind, der junge Mensch, und was er an Bereicherung nach Hause nehmen kann! Wir verstehen unsere Arbeit nicht als Freizeitveranstaltung, sondern richten uns nach den Grundlagen und Zielen der Erlebnispädagogik. Bei allen unseren Segelveranstaltungen steht die Erlebnispädagogik im Vordergrund. Es geht nicht um „Fun“ und Ablenkung oder Kurzweil, wie Sie bitte in o.g. Beiträgen nachlesen möchten. Auch der Erwerb div. Segelscheine ist für uns nachrangig. Wichtig ist das Kind mit seiner Entwicklung.

Abschalten

Segel-Camp bedeutet: endlich mal abschalten. Vom Druck, den heute schon Kinder und Jugendliche spüren. In der Schule, der Familie, in den Medien oder bei so manchem Hobby. Klar: Eine Woche Segel-Camp wird diesen nicht in Luft auflösen. Aber wir zeigen, wo der Rückenwind weht. Und wie man ihn nutzen kann.

Übrigens: Auch Smartphones & Co. werden bei uns abgeschaltet und zu Hause gelassen. Denn wir wollen, dass die Jugendlichen ihre Sinne schärfen für das, was in ihnen schlummert oder außerhalb des Displays passiert. Und das funktioniert: Spätestens am zweiten Abend hat das gemeinsame Singen und Erzählen am Lagerfeuer den Reiz des Smartphones abgelöst.

Erlebnispädagogische Teamer-Fortbildungen

Für unsere Betreuer des Segel-Camps veranstalten wir regelmäßig Einführungsseminare und erlebnispädagogische Fortbildungen. Zu diesen Veranstaltungen werden die Teilnehmer individuell eingeladen. Wer bei uns Betreuer, Teamer oder Segelausbilder werden möchte, bitte unter Teamer@segel-camp.org bewerben.

 

Seminar „Erlebnispädagogik auf dem Wasser – Teamer und Betreuer für Segel-Ferienfreizeiten auf dem Wasser“

 

Termin: nach Absprache (im Frühjahr)
Anreise: 05.06. 17 Uhr
Abreise: 07.06. 17 Uhr
Ort: nach Absprache (ggf. online)
Kosten: Kostenbeteiligung an den Übernachtungskosten von 15,-/Person/Nacht zzgl. Umlage der gemeinsam verbrauchten Lebensmittel und Materialien zzgl. 50,– Euro für Skript und Seminar (wird den Camp-Betreuern erstattet)

 

Dieses Seminar richtet sich an Menschen, die als Betreuer/Teamer/Mitarbeiter in erlebnispädagogischen Veranstaltungen tätig sind oder tätig werden wollen. Vermittelt werden hier alle theoretischen und rechtlichen Grundlagen, Organisation und  Gestaltung von Freizeiten, Besonderheiten bei Projekten an und auf dem Wasser und vieles mehr (siehe Seminarinhalt unten). Während des Seminars wird der Tag so gelebt, wie ihn auch Kinder und Jugendliche in den Freizeiten leben sollen inkl. gemeinsamem Kochen und Musizieren, in lockerer Atmosphäre und passendem Ambiente. Mitzubringen sind: Schlafsack, Isomatte, Leintuch, Schreibzeug und, falls jemand musiziert, sein Musikinstrument. Ein ausführliches Skript wird vor Ort ausgeteilt. Bei zusätzlicher Teilnahme an einer Praxiswoche in unserem Ferien-Camp erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat für diese Fortbildung (für unsere „Ehemaligen Betreuer“ wird die geleistete Mitarbeit in den vergangenen Veranstaltungen anerkannt).

 

Wir bitten um zeitige Anmeldung, da die Plätze begrenzt sind.

 

Seminarinhalte

 

Grundlagen

 

  • Erlebnis und Erziehung
  • Verschiedene Konzepte und verschiedene Methoden in Erziehung und Erlebnispädagogik
  • Gruppenprozesse
  • Temperamente
  • Pubertät
  • Rechtliche Grundlagen
  • Sicherheitsstandards und -maßnahmen

 

Besonderheiten an und auf dem Wasser – unser Konzept

 

  • Segel-Camp
  • Klassenfahrten auf dem Wasser
  • Ein Schiff von Menschen für Menschen

 

Organisation des Camps/der Schifffahrt

 

  • Vorbereitung
  • Einkäufe
  • Auf- und Abbau
  • Ausrüstung etc.

 

Das Team

 

  • Einstellungen und Erwartungen
  • Teamarbeit
  • Führungsstil und Autorität im Alltag

 

Tagesablauf im Camp und auf dem Schiff

 

  • Vom Aufstehen bis zum Schlafengehen
  • Sauberkeit, Ordnung, Hygiene
  • Mahlzeiten, Küche etc.
  • Das Tagesgeschäft: Segeln!
  • Die Pausen
  • Bedürfnisse der Teilnehmer
  • Vom Einzelkind zum Sozialwesen
  • Sonstiges

 

Pädagogische Problemfelder

 

  • Elektronisches Spielzeug
  • Drogen, Alkohol und dergleichen
  • Heimweh, Elternkontakte, Pubertät
  • Tadeln und strafen
  • Konflikte, Aggression ...

 

Spiele, Gesang und Gitarre (wer musiziert, soll sein Instrument mitbringen!)